TPE, TPU, FLEX — Drucken auf dem nächsten Level

Es gibt viele Bezeichnungen für flexibles Filament. Häufig gehört werden TPE oder TPU. Die Abkürzung TPU steht für Thermoplastic Polyurethane, und das ist wiederum eine Art TPE, was für Thermoplastic Elastomers steht. Diese Namen werden oft durcheinander verwendet. Außerdem hat jede Marke bzw. jeder Hersteller seine eigene hippe Bezeichnung für sein flexibles Filament. Fakt ist, dass du mit flexiblem Filament herrliche elastische Objekte drucken kannst. Es ist wirklich eine Next-Level-Anwendung deines 3D-Druckers.

Verschiedene Härtevarianten

Flexibles Filament lässt sich nicht als 1 Produkt begreifen. So wie du bei durchgängigen Filamenttypen wie PLA oder PETG einen Unterschied in der Härte hast, hast du das bei flexiblem Filament auch. Diese Härte lässt sich anhand der Shore-Skala angeben. Für gummiartige Materialien und damit auch für flexibles Filament werden meist zwei dieser Skalen am häufigsten verwendet: eine A-Skala für die weicheren und eine D-Skala für härtere Filamente. Irgendwo dazwischen überlappen sich die A-Skala und die D-Skala, und so treffen die verschiedenen Hersteller ihre eigene Wahl, wie sie ihr Filament einordnen.

Fiberlogy FiberFlex, flexibles Filament in höchster Qualität

3D Fanshop hat ein sehr umfangreiches Sortiment an flexiblem Filament. Fiberlogy FiberFlex ist in 2 verschiedenen Härtevarianten erhältlich. Der Name des Produkts sagt es schon. Fiberlogy FiberFlex 30D hat eine Härte von D30 auf der Shore-Skala und Fiberlogy FiberFlex 40D hat eine Härte von D40 auf der Shore-Skala. Wie du verstehst, ist 30D noch ein ganzes Stück flexibler als das 40D. Beide Varianten haben wir in vielen Farben und sie sind meist ab Lager lieferbar. Viele Male wurde Fiberlogy’s FiberFlex im Vergleich zu anderen flexiblen Filamenten als das beste getestet. Das Produkt zeichnet sich durch die Druckfreundlichkeit und das Endergebnis aus.

Bowden-Setup und Direct-Drive-3D-Drucker

Flexibles Filament verhält sich anders als reguläres Filament wie PLA, PETG oder ABS. Die letztgenannten Filamentsorten sind steif und lassen sich leicht in den Extruder drücken. Sowohl für ein Bowden-Setup (mit dem Extruder in einiger Entfernung vom Hotend und über einen PTFE-Schlauch verbunden) als auch für ein Direct-Drive-Setup ist das Drucken mit den härteren Filamenten möglich. Bei flexiblem liegt das etwas anders. Oft ist das Drucken von flexiblem Filament bei einem Drucker mit Bowden-Setup nur möglich, wenn du dich für die härtere Variante entscheidest, das FiberFlex 40D. Und selbst dann ist äußerste Sorgfalt erforderlich. FiberFlex 30D ist wirklich nur für den Einsatz mit einem Direct-Drive-Extruder zu empfehlen — also einem Extruder, der direkt am Hotend sitzt. Beim Drucken mit flexiblem Filament solltest du es nicht eilig haben. Die Geschwindigkeiten müssen deutlich gesenkt werden gegenüber dem, was du gewohnt bist. Sonst weiß sich das Filament überall dazwischenzuwürgen, mit allen daraus folgenden Problemen.

Tipps und Tricks für den 3D-Druck von flexiblem Filament

Das klingt vielleicht alles aufregend und kompliziert, ist es aber ganz sicher nicht. Ja, du wirst wirklich etwas mit den richtigen Einstellungen und der Justierung des Druckers ringen müssen, aber wenn du es einmal raushast, machst du die schönsten flexiblen Teile. Um dich auf den Weg zu bringen, zähle ich ein paar Tipps und Tricks auf, die dir helfen werden.

  • Drucke mit niedriger Geschwindigkeit, rund 25 mm pro Sekunde. Je mehr du dazulernst, desto mehr kannst du mit der Geschwindigkeit experimentieren, um zu sehen, wann du das beste Ergebnis bekommst.
  • Stelle alle Geschwindigkeiten gleich ein, also sowohl die Bewegung, das Drucken der Wände (Perimeter) als auch das Infill.
  • Verwende für Fiberlogy FiberFlex eine Drucktemperatur von 200 bis 220 °C.
  • Ein Heated Bed ist erforderlich. Die Betttemperatur stellst du auf 50 bis 70 °C ein
  • Verwende keine Retraction; erst wenn du ein gutes Setup hast, kannst du damit experimentieren, um es zu verbessern.
  • Flexibles Filament ist empfindlich gegenüber Feuchtigkeitsaufnahme. Bewahre es also luftdicht und in einer trockenen Umgebung auf. Fiberlogy FiberFlex wird in einem wiederverschließbaren Beutel geliefert.
  • Für bessere Haftung auf dem Druckbett kannst du 3DLAC Haftspray verwenden
  • Achtung bei PEI-Sheets (wie sie bei Prusa-Druckern mitgeliefert werden). Flexibles Filament haftet daran so stark, dass das Sheet beschädigt werden kann. Du kannst z. B. einen Klebestift verwenden, um eine Schicht zwischen der Druckoberfläche und dem Druck zu schaffen. (ein bisschen die verkehrte Welt ;)
  • Weiterhin ist es wichtig, deinen Drucker gut im Auge zu behalten: Der Flow muss konstant sein und das Filament muss gut gefördert werden. Verhindere, dass das Filament klemmt. Aufmerksamkeit ist gefragt, sei rechtzeitig zur Stelle.

Flexibles Filament drucken macht Spaß

Dieser Artikel mag etwas überwältigend wirken, aber das alles ist wirklich sehr gut machbar. Du kannst wirklich die coolsten Dinge mit flexiblem Filament machen. Sowohl funktional als auch dekorativ. Denk an einen Türstopper, ein Armband oder eine Handyhülle. Deine Fantasie entscheidet! Fiberlogy FiberFlex hat ausgezeichnete Eigenschaften und hält schweren Belastungen gut stand. Die Schichten haften ausgezeichnet und die Qualität ist unerreicht. 

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